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Alkohol, Drogen, Medikamente, Schläfrigkeit

Der Missbrauch psychotroper Substanzen wie Alkohol, Drogen oder Medikamente ist heute eine wichtige Ursache für Verkehrsunfälle und in der Folge für Verletzungen und Todesfälle im Straßenverkehr. Ebenso beeinträchtigt Schläfrigkeit am Steuer die Fähigkeit ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu führen. Die Bundesregierung hat diese Problemfelder erkannt und zu strategischen Aktionsfeldern in ihrem Verkehrssicherheitsprogramm 2011 erklärt (www.bmvbs.de). 

 
Nachweismöglichkeiten für Substanzmissbrauch

Für den Nachweis von Alkohol- oder Drogenmissbrauch bei Verkehrskontrollen gibt es heute eine Vielzahl von Vortestgeräten. Auch für einige Medikamente existieren Vortests. Die existierenden Detektionshilfsmittel unterscheiden sich erheblich im Hinblick auf ihre Handhabung und ihre Qualität. Alkoholmissbrauch kann heute vor Ort in der Atemluft zuverlässig bestimmt werden, während Drogen und Medikamente im Urin, im Speichel oder im Schweiß nachgewiesen werden können. Die unterschiedlichen Probenmaterialien haben Vor- und Nachteile bei der Verdachtsgewinnung und ihr Einsatz wird durch das exisitierende Rechtssystem und die operationellen Randbedingungen bestimmt. Für den beweissicheren Nachweis von Substanzmiss-brauch existieren allgemein anerkannte Referenzverfahren, die jedoch, abgesehen von Alkohol, nur im Labor Anwendung finden.  

 
Nachweis von Schläfrigkeit

Auch für Schläfrigkeit existieren heute im schlafmedizinischen Labor allgemein anerkannte Untersuchungsverfahren. Für den Nachweis von Ermüdungserscheinungen auf der Straße gibt es vielversprechende technische Lösungen, es fehlt allerdings an der Festlegung von Grenzwerten und den  notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen. Viel Entwicklungsarbeit wurde in der Vergangenheit auch geleistet, um eine kontinuierliche Überwachung der Schläfrigkeit von Fahrzeugführern zu realisieren. Vorangetrieben wird diese Entwicklung von den Sicherheitsinteressen der betroffenen Industrieunternehmen.